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Chronik

 

60 Jahre Bezirk Nordbayern

 

Liebe Theaterfreunde ,

 

am 16.Juli 1955, wahrscheinlich  in Fürth (das Protokoll macht keine deutliche Aussage) wurde  der Bezirksverband III, Mittelfranken aus der Taufe gehoben .

Volksspielkunst Verband Bayern so nannte sich damals noch der Landesverband, der mittlerweile seinen Namen geändert hat in Verband Bayerischer Amateurtheater e.V. Dieser Verband hatte seinerzeit einen Mann Namens Rudi Roth, vom Dramatischen Verein „Erholung“ Fürth angeregt, zusammen mit einigen anderen bekannten Bühnen aus dem Mittelfränkischen raum, die Vorteile eines Verbandes mit all seinen Vergünstigungen und Angeboten zu diskutieren und eben, sich diesen Verband als Bezirk Mittelfranken anzuschließen. Schon damals gab es den Rahmenvertrag mit der GEMA, gab es ermäßigte Gebühren bei Aufführungsrechten und natürlich war damals schon der Versicherungsschutz gegen Personen und Sachschäden ein wichtiger Bestandteil dessen was der Verband seinen Mitgliedsbühnen anbot. Natürlich war es auch Aufgabe sich für die Anerkennung der angeschlossenen Vereine als „kulturfördernd“ bzw. „Volksbildend“ einzusetzen. Und ich zitiere aus dem Protokoll der Gründungsversammlung „ Dem entsprechend müssten natürlich auch die Vereine ihren Spielplan gestalten und auch Stücke gebracht werden, welche volksbildenden Charakter tragen“

Der Bezirk III Mittelfranken wurde, laut Protokoll in einer Stunde beschlossen. Die Versammlung begann um 21.00 Uhr und wurde um 22.00 Uhr beendet. Anwesend waren 10 Personen. Als erster Bezirksvorsitzender wurde Rudi Roth vom Dramatischen verein Fürth gewählt. Im Jahre 1964  wurde dann als neuer Bezirksvorsitzender Otto Härlein vom Apollo-Theater Nürnberg in dieses Amt bestätigt und es bis 1976 blieb. Als sein Nachfolger wurde Frank Dentler vom Theater der Altstadt, Nürnberg gewählt und behielt dieses Amt 16 Jahre bis er 1992 von Martin Rassau abgelöst wurde. Nach nur zwei Jahren musste Rassau den Vorsitz aus beruflichen Gründen aufgeben und trat frühzeitig zurück. Da kein Nachfolger gefunden werden konnte musste Satzungsgemäß der stellvertretende Vorsitzende Günther Heumann aus Trebgast, bis zur nächsten ordentlichen Wahl im Jahre 1996, das Amt Laut Satzung kommissarisch übernehmen. Bei der 42. Bezirksversammlung wurde dann in Marktredwitz, Kurt Rodehau vom Amateurtheater Marktredwitz einstimmig als neuer Bezirksvorsitzender Franken gewählt.

Seit Anbeginn hat der Bezirk Mittelfranken seinen Namen oft geändert. Einmal  Mittelfranken, dann nur Franken, dann Franken nördliche Oberpfalz dann Bezirk Nordbayern und seit 2014 wieder Bezirk Franken.

Sinn und Zweck des Bezirkes sollte sein, durch Gemeinschaftsaufführungen den Kontakt zu den einzelnen vereinen zu pflegen. Aber schon damals war es  schwer diese Projekte durchzuführen, nur einmal hatte es geklappt, im Jahr 2006 konnte ein Bezirksensemble, mit sechs Bühnen, zur Landesgartenschau in Marktredwitz den „Sommernachtstraum“ mit großen Erfolg aufführen.

Der Bezirk, hatte sich seit seinem bestehen kontinuierlich  weiterentwickelt und stetig vergrößert schon bald stießen Bühnen aus Oberfranken wie die „Bürgerressource Bayreuth“ oder aus Unterfranken der „Dramatische Verein Niederwerrn“ dazu . Von Aschaffenburg bis Kötzting im Bayerischen Wald und von Gunzenhausen bis Oberkotzau im Norden Bayerns erstreckt sich nun das Einzugsgebiet vom Bezirk Nordbayern. Bis zur Gründung des Bezirks Oberpfalz hatte der Bezirk Franken 128 Bühnen. Ein Aderlass zu Gunsten vom Bezirk Oberpfalz ließ die Mitgliedszahl der Bühnen kurzzeitig auf 75 Bühnen schrumpfen, doch hat sich mittlerweile wieder ein Zuwachs an Bühnen eingestellt und der Bezirk Franken kratzt schon wieder scharf an der 90 Marke.

 

Kurt Rodehau

 

 

 

 

 

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