Spielbericht zu Schupfahupfa
Theatergruppe Hettenshausen e. V.
Spielbericht zu Schupfahupfa
Schupfahupfa (ein diebischer Schwank von Ralph Wallner), so hieß das diesjährige Stück der Theatergruppe Hettenshausen. Und Schupfahupfa, so hieß das Kinderspiel, das Jungbauer Xandi und Steff, sein Freund aus Jugendtagen, im alten Schuppen gespielt haben. Ihre langjährige Freundschaft wird jedoch hart auf die Probe gestellt. Denn Steff, ein als „schwarze Katz“ seit Jahren berüchtigter Juwelendieb, hat im Dorf einen besonderen Auftrag zu erfüllen, ohne selbst genau zu wissen, wer sein Auftraggeber ist. Schmuck wird geklaut, nächtliche Rendevous im Schuppen führen zu tumultartigen Verwechslungen, und wer wirklich Dreck am Stecken hat, zeigt sich erst am Ende der Geschichte.
Das Ensemble hat an den drei Aufführungswochenenden vor Ostern das Stück im liebevoll gestalteten Bühnenbild bravourös gemeistert, kann man doch auf ein beachtliches Reservoir an Spielern und unterschiedlichen Typen zurückgreifen. Das Publikum war durchweg begeistert und sparte nicht mit Szenenapplaus. Gespielt wurde im Gasthaus des Ortes mit guter Verköstigung.
Die Theatergruppe Hettenshausen wurde 1982 gegründet, allerdings gibt es schon seit den 30er Jahren immer wieder Bestrebungen, in Hettenshausen Theater zu spielen. Wegen Nachwuchsproblemen musste der Verein im Zuge des Wirtschaftswunders und der zunehmenden Motorisierung allerdings wieder aufgelöst werden. Umso erfreulicher, dass die jetzige Theatergruppe Hettenshausen bereits auf ein über 40-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Zu ihrem Repertoire gehören lustige Schwänke wie der gerade gezeigte, aber auch große bayerische Stücke wie „Das königlich-bayerische Amtsgericht“, „Birnbaum und Hollerstauden“ und „Der verkaufte Großvater“.



Quelle: Inge Kuhn
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